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#015 Wie bildet man Tänzer aus?

Die Aussage „Square Dance ist für Nichttänzer“ ist so falsch, wie sie nur falsch sein kann. Ein Nichttänzer kann nicht tanzen.
Tanz ist eine Bewegung zur Musik. Wir sind alle Tänzer, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, und alle entwicklungsfähig. Diese Aufgabe „Tänzerausbildung“ ist die wichtigste Aufgabe der Caller. Erst die fließende Bewegung von Figur zu Figur, synchron mit den anderen Tänzer:innen, zur Musik mit einem Lächeln im Gesicht, schafft die großartige Square Dance Atmosphäre und befeuert das Glücksgefühl mit allen im Raum in gleicher Schwingung zu sein.
Was kann man tun, damit dieser Blick für die anderen 7, dieses sich Einschwingen aufeinander, zum selbstverständlichen Ritual wird? Wann setzt man wie an? Auf diese Fragen suchen wir heute Antworten.

Mitwirkende

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Martin Kull
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Peter Höfelmeyer

Shownotes

00:00:00.000 Intro
00:00:49.103 Tanz-Kompetenzen 
00:02:11.594 technische Kompetenzen
00:03:35.155 Fehlerkultur
00:03:54.237 Lost Square Procedure

Callerlab Document Lost Square Procedure

00:14:26.081 Tanzen macht Square Dance einfacher
00:18:23.793 Der Tanzschritt – der Shuffle Step

Der Tanzschritt.pdf

00:26:01.397 Synchronität der Tänzer:innen – alle 8 zusammen
00:28:37.558 Erlebnis – von Innen und von Aussen
00:33:07.408 Synchronität mit der Musik

Diplomarbeit Nicola Knappe, „Synchronisation -Ein grundlegendes Element des Rhythmikunterrichts“


00:38:09.249 Tanzschritt erklären – sei vorbereitet
00:39:59.070 Grundlagen unterrichten – Beispiel Video Contra Introduction George Marshall

Contra Dance Introductory Session with George Marshall

00:44:42.753 Giving Weight Erklärung
00:45:42.436 Swing Erklärung
00:47:51.975 Übung zur Synchronität
00:49:09.767 Um den Tip herum
00:50:58.686 Square Dance Angel bilden mit aus

Leitfaden für Square Dance Angel

00:53:28.334 Stimmbildung – Empfehlung: Kontrolle über Aufnahmen
00:55:55.899 Musik: Patter: Martin: Gonna Get Along Without You – Sting 21304
00:57:48.818 Musik: Patter: Peter: Boogie Sticks – Riverboat 1022
00:59:32.011 Outro

5 Kommentare

  1. Claus Warnecke sagt

    Hallo ihr 2,
    dies ist eine Folge, die mir aus der Seele spricht. Viel zu oft wird den Tänzern gesagt, dass sie nicht tanzen brauchen sondern nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein müssen. Vom Ablauf geht dies zwar, aber Tanz ist das nicht. Auch bedaure ich den fortschreitenden Verlust von Stylingregeln. Es gibt zwar Tänzer, die aufgrund körperlicher Einschränkungen, ihre Arme nicht in die Höhe bekommen, aber auch viele anderen ignorieren die Unterschiede zwischen Partner-, Oceanwave- und Unterarmhandhaltung.
    Ich habe diese Folge (mal wieder) genossen – weiter so!!!
    Claus

  2. Frank sagt

    Zusammengefasst: Eine der besten Folgen bisher! Und wieder mal eine, die länger als eine Stunde ist. Vielen Dank! Und wenn ich schon aufgefordert werde, eure Ausführungen zu ergänzen, mache ich das natürlich gerne. 😉

    Liebe Grüße
    Frank
    ——–
    Die folgenden Gedanken habe ich größtenteils während des Hörens der Folge niedergeschrieben; es kann also sein, dass der eine odere andere Aspekt später von Peter und/oder Martin auch noch mal angesprochen wurde.

    Vieles davon basiert natürlich auf persönlichem Empfinden; ich weiß aber auch durch Gepräche, dass andere Tänzer und Caller auch so denken. Meine persönliche *Gewichtung* der einzelnen Punkte möchte ich hier aber nicht mitgeben.

    1:56 – „Ein guter Tänzer macht keine Fehler“:
    WHAAAT?
    Ein guter Tänzer/Caller darf auch mal Fehler machen; niemand macht keine Fehler. Aber die Aussage habt ihr ja zum Glück später relativiert.

    Der Unterschied zwischen sehr guten, guten und weniger guten Tänzern und Callern liegt meiner Ansicht nach in der Fähigkeit, seine eigenen Fehler (gut) oder die Fehler anderer (sehr gut) zu kompensieren. Wobei ich mit letzterem nicht meine, dass sehr gute Tänzer die anderen durch die Gegend schieben (dürfen/sollen). *Diese* Leute sind nicht nur „weniger gut“ sondern „schlecht“.

    Lost Square Procedure:
    Leider bekommt man immer mehr, dass durch inflationären Gebrauch von At-Home-Choreografien die Tänzer verlernt haben, Lines zu bilden und im richtigen Augenblick wieder einzusteigen. Aber auch die Caller scheinen verlernt zu haben, stehende Squares, die Lines gebildet haben, wieder mitzunehmen. Das ist für mich nicht „Königsdisziplin“, sondern essentiell.

    Körperliche Gewalt:
    An Ziehen und Zerren hatte ich ja schon früher gedacht (s. o.). „Körperliche Gewalt“ ist es aber auch, wenn mein Gegenüber meint, mir den Arm ausreißen zu müssen oder in den Magen zu schlagen, weil sie/er „gelernt“ hat, in die Luft zu springen, ausschweifende Drehungen oder andere unkoordinierte Bewegungen zu machen.

    Shuffle Step:
    Je nach Hallenboden macht es auch mal „Quietsch, Quietsch, Quietsch …“ 😀
    Aber den Effekt mit den gleichen Schrittlängen finde ich gut und wichtig; den hatte ich bisher gar nicht auf dem Schirm.

    Auftritte:
    Die Nichtsynchronität der Squares ist meiner Ansicht nach einer der Gründe, weshalb Square Dance nicht (oder weniger) für Auftritte geeignet ist.

    • Frank sagt

      Im ersten Satz zu Lost Square Procedure“ fehlen zwei Wörert. Es soll natürlich heißen: „Leider bekommt man immer mehr den Eindruck […]“

      Frank

      • Frank sagt

        Und „Wörert“ soll natürlich „Worter“ heißen. Man, wat für’n Tach heute…

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